Kinder- und Jugendpsychatrie Mutterhaus der Borromäerinnen

Kinder- und Jugendpsychatrie Mutterhaus der Borromäerinnen

Erweiterung der Kinder- und Jugendpsychiatrie 

Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen GmbH in Trier 

Die Gebäude der KJP – Haus E bestehen aus einem Ensemble unterschiedlicher Gebäudetypen aus verschiedenen Zeitepochen. Dies spiegelt sich in einer Mixtur verschiedener Gestaltungs- und Gebäudeformen wieder. Mit unserem Entwurfsansatz wollen wir zum einen, das neue Gebäude Nr.6 zur Krahnenstrasse, in   das   bestehende   Denkmalschutzensemble einbinden, ohne   sich   einem Historismus anzubiedern. Zum anderen möchten wir zur Seite des Haupteingangs des Mutterhauses, der KJP  „ein Gesicht“ geben, eine Identität und Wiedererkennbarkeit innerhalb der Groß Struktur des  Gesamt Klinikums.  Wir gehen daher über die reine Erneuerung des Gebäudes Krahnenstrasse  6  hinaus  und  setzen  eine  „Box“  als  verbindendes   und   gestalterisches   Element, vor den  Bestand. Durch   den vorgesetzten, ab   Ebene 2 beginnenden Baukörper wird der Außen Raum neu definiert. Der Überbau bietet geschützte Aufenthaltsbereiche im Freien, die bei starker Sonneneinstrahlung  oder  bei  Regen  eine  geschützte  Aufenthaltsqualität bietet. Der Haupteingang zur KJP wird deutlich markiert.

Nutzung und Funktion

Die Aufgabenstellung beschreibt den Platzbedarf, für die Schaffung von zusätzlichen 10 Planbetten von 30 auf 40 für die Kinder und Jugendpsychiatrie im Klinikum Mutterhaus der  Borromäerinnen. Dies stellt eine zusätzliche Pflegeeinheit, mit den derzeit üblichen 10 Betten und dem entsprechenden Nebenraumprogramm dar. Die Größe einer Pflegeeinheit beträgt ca.  300 m² Nutzfläche.  Die Schaffung des Zusatzvolumens soll durch die Einbindung eines zusätzlichen neuen Gebäudes in der Krahnenstrasse 6 geschaffen werden. Damit eine zusammenhängende NUF von 300 m² auf einer Ebene möglich ist, muss ein Teil des Bestands in Planung einbezogen werden.  Eine Teilung der Station ist funktional auszuschließen. Die Referenzebene war für uns die Ebene 3 mit den Schulräumen im Bestand, da die Schulräume am einfachsten umzusiedeln sind. Im Laufe des Entwurfsprozesses sind wir zu der Überzeugung gekommen, die Neuanordnung der Pflegeeinheit auf E3 zu realisieren und die E2 ebenfalls nach diesem Modell umzubauen, sodass zwei fast baugleiche Ebenen geschaffen werden können – mit ähnlichem Nebenraumangebot und gleicher Pflegestruktur, dies ohne den Bestand baulich stark zu beeinträchtigen. Die durchgängige   klare   Wegführung schafft einen starken  Verbund  mit  dem  Bestand.    Der  Neubau  wächst  mit  dem  Bestandsgebäude  zusammen  und  stellt  somit  nicht  nur  ein  weiteres, additives Element dar. Durch die Volumenerweiterung  ist eine einfache und klare Wegführung zu realisieren, wobei alle  „dienenden“ Räume in der Innenzone   liegen. Der Rundgang hebt auch die derzeitige lineare  Erschließungsform  auf und Sackgassen werden vermieden. Die vorgesetzte Box ist durch eine Glas Fuge vom Bestandsbaukörper abgesetzt, sodass sich in  dieser Zone als Aufenthaltsbereich und Treffpunkt funktionieren kann. In Ebene 1 wird es einen neuen Zugang (oder zweiten Fluchtweg) geben. Die 3 Unterrichtsräume  haben somit einen schnellen Zugriff auf den Außenbereich und können zudem durch die auf  gleicher Ebene angesiedelte Tagesklinik mitgenutzt werden. Das Treppenhaus und der Bettenaufzug bieten den notwendigen Komfort und die erforderlichen  Sicherheitselemente, um dem Klinikbetrieb gerecht zu werden.

Wirtschaftlichkeit in Erstellung und Betrieb (Nachhaltigkeit)

Ein   wichtiges      Element   des   Gesamten   Planungs-   und   Realisierungsprozesses   ist   die  Gesamtbetrachtung der Herstellungskosten und der Nutzungskosten. Die Lebenszykluskosten,  vor allem also die Kosten, die über die Herstellungskosten hinausgehen, werden durch die Wahl  der Baumaterialien und der Technikkomponenten nachhaltig beeinflusst.

Es  ist  unser  Anliegen,  eine  betriebswirtschaftlich  optimierte  Konstruktion  mit  kompatiblen  Baustoffen und Technikeinbauten zu realisieren.