Kulturzentrum Kinneksbond Mamer

Kulturzentrum Kinneksbond Mamer

Kulturzentrum Kinneksbond Mamer

KONZEPTION

Das Kulturzentrum, als Gebäude welches einen starken öffentlichen Charakter besitzt bildet mit dem Vorplatz das Bindeglied zwischen Route d’Arlon und Schulcampus. Diese Sonderfunktion wird durch die monolithartige Architektursprache unterstrichen. Die Vorgehensweise bei der Konzeption des Gebäudes ging von Anfang an konsequent vom „Monolith“ als Grundgedanke (Idee) aus, sodass die erste Skizze überhaupt, bereits dreidimensional war. Aus einem Styroporblock wurden durch einschneiden die drei Hauptfunktionen modelliert. So sind Foyer, Saal und Musikschule zwar klar als verschiedene  Funktionsbereiche erkennbar und sind doch auf eine offensichtliche Art miteinander verbunden und die Zusammenhänge bleiben klar erkennbar.

 

Der Außenraum.

Das Kulturzentrum wird über einen Vorplatz erschlossen welcher den Eingangsbereich des Campus bildet und den öffentlichen und repräsentativen Charakter des Kulturzentrums wiederspiegelt. Der leicht angehobene Vorplatz bildet das Außenfoyer des Kulturzentrums. Ein Wasserspiel (Becken) trägt, neben einer der Cafeteria zugeordneten Terrasse, zur Animation des Platzes bei. Die Musikschule wird an der Nordseite über einen Platz erschlossen, welcher durch den Zuschauerbereich (Sitzstufen) der Außenbühne gebildet wird. Die Stufenanlage entwickelt sich bis ins Innere des Gebäudes hinein; es entsteht so ein fließender Übergang zwischen Außen und Innen.

Das Foyer

Das Foyer des Kulturzentrums gliedert sich auf zwei Ebenen. Vom Vorplatz aus erreich man das obere Hauptfoyer. Im Eingangsbereich befinden sich Kasse und eine großzügige Garderobe. Über eine breite Türanlage gelangt man in den Saal. Oberlichter in Kegelform brechen die Eindimensionalität der Decke und kanalisieren das einfallende Tageslicht, erlauben Blicke zur Sternenhimmel. Ein Cafeteriabereich trägt zur Animation des Foyers bei. Über eine breite Treppe (oder den Aufzug) gelangt man in das untere Foyer welches an den Nasszellenbereich grenzt. Die Besucher können sich so während den Pausen über mehrere Ebenen verteilen.

Der Saal / Die Bühne

Ausgerichtet für maximal 500 Personen ist der Saal für eine Vielzahl von Events ausgerichtet (von der klassischen Ausführung bis zur Galaabend / Dinner). Zu diesem Zweck besteht die Möglichkeit die Nebenräume, sowie die Säale der Musikklassen dem Hauptsaal zuzuschalten. Die Depoträume welche längsseits des Saales angeordnet sind und von der Musikschule aus zugänglich sind dienen während eines Galadinners zur Bedienung und  Belieferung des Buffets. Die Decke wird von Breitschichtträgern überspannt. Zwischen den Trägern werden Abhangdeckenfelder aus Holzpanelen angebracht, welche Beleuchtungselemente und Entlüftung aufnehmen. Diese Holzvertäfelung finden wir als Gestaltungselement an den raumumfassenden Wänden wieder. Neben der gestalterischen Funktion haben die Holzpanelle eine akustische Funktion „Gelocht“ sind die Panelle schallabsorbierend, „glatt“ sind sie schallreflektierend. Eine gute Anordnung reflektierender sowie absorbierender Materialien in Saal erlaubt einen großen Spielraum in der Optimierung der Raumakustik. Gegenüber der Bühne befindet sich die Regie (2. Geschoss). In optimaler Position gelegen trägt die Regie zur guten Bespielbarkeit der Bühne sowie zur Qualität der Darbietung (Licht und Tontechnik) bei. Die Bühne hat den großen Vorteil dass sie beidseitig bespielbar ist. Neben ihrer Hauptfunktion als Bühne welche dem Saal zugewendet ist, kann die Bühne ebenfalls als Außenbühne dienen. Durch ein großes Tor kann der hintere Bühnenbereich geöffnet werden und die Bühne dreht sich zu den Außentribünen hin. Unter der Hauptbühne befindet sich der Orchestergraben welcher über den Lastenaufzug (Instrumentenumzug) gut erreichbar ist. Über eine Treppe und den Lastenaufzug ist die Bühne mit dem Umkleideräumen der Künstler sowie den Materialdepots verbunden welche sich im UG unter der Bühne befinden. Ein anderer Vorteil des Bühnentores besteht darin, dass eine Belieferung der Bühne (Bühnenbilder, Instrumente,….) leicht zu gewährleisten ist.

Die Musikschule

Die Musikschule ist über ein eigenes Foyer von der Nordseite aus erschlossen. Das Foyer bildet sich aus der Verlängerung des Außenbereiches (Sitzstufen) bis in das Gebäude hinein. Am Eingang befindet sich das Büro des Hausmeisters.  Vom Foyer aus erreicht man die großen Probenräume (Orchester / Gesang) als auch die Bühne, so dass der Transport der Instrumente (Probe / Bühne) unproblematisch ist. Vom Foyerbereich aus erreicht man über eine Rampe, sowie Stufen die leicht tiefer legen   (1 m) als die Musikschule.

  • Client: Administration communale de Mamer
  • Adress: 42 Route d'Arlon L- 8210 Mamer
  • Surface : 5.400 m2
  • Volume: 32.000 m3
  • Year : 2010